Clean Eating mit Baby

Ha. Das habe ich mir definitiv einfacher vorgestellt. Und ich muss mich entschuldigen, bei allen Mamas, denen ich hier oder privat einreden wollte, dass man ohne Probleme mit Kindern gesund essen kann und dass das nur eine Sache des Willens ist. Ja, der Wille muss auf jeden Fall da sein, sonst hilft auch alles andere nicht, aber dass Kinder (in meinem Fall ein Baby) den eigenen Tagesablauf so sehr durcheinander bringen, hätte ich niemals gedacht. Die ersten Wochen waren ein reines Chaos. Und das für mich als jemand, der immer alles perfekt und durchgeplant haben muss. Ich habe es einfach so hingenommen und auch gar keine Zeit gehabt, darüber nachzudenken. Und dabei ist die gesunde Ernährung der Mama nicht nur für sie selbst, sondern auch für das Baby wichtig. Nicht nur die Muttermilch wird davon beeinflusst, auch die Energie und Laune steigt und fällt damit – bei mir zumindest… Auf dem Instagram Account von Aptawelt habe ich hier immer wieder hilfreiche und motivierende Tipps und andere Blog-Posts zu diesem Thema gefunden. Wer selbst schwanger ist, es plant zu werden oder Kinder hat, dem kann ich nur empfehlen, dort einmal vorbei zu schauen.

So langsam kommt jetzt eine Routine, wir werden immer mehr ein eingespieltes Team und so langsam kommt auch der Drang wieder, Clean Eating richtig umzusetzen und Wege zu finden, damit das auch klappt. Für alle Bald-Mamas und auch alle anderen, die es interessiert möchte ich heute meine Ideen teilen, wie ich es schaffe, gesund mit Baby zu essen.

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Ganz nah bei Mama

Bis vor kurzem mochte Olivia sehr gerne in meinem Tragetuch sein. Ich habe die Zeit genutzt, um in der Küche Gerichte vorzubereiten, am Herd habe ich mit ihr vorne dran natürlich nicht hantiert. Aber wenn das Gemüse schon geschnippelt ist, ist das halbe Abendbrot schon fertig. 

Schwingend dabei

Das Tragetuch ist out, die Wippe ist in. Nun findet Olivia es wunderbar, Mama dabei zu zuschauen, was sie so in der Küche macht. Wenn dann noch die Unterlichter an sind und der Ofen summt ist die kleine Maus im Küchenhimmel und hört nicht auf, zu brabbeln. Ich wechsle dann immer zwischen Baby belustigen und wieder ein paar Möhren schneiden.

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Meine bessere Hälfte

Mein Mann ist viel beschäftigt, doch wenn er Zeit hat, nimmt er Olivia, füttert sie, spielt oder geht mit ihr spazieren – in dieser Zeit kann ich in der Küche das Abendbrot vorbereiten oder Müsliriegel backen. 

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Vorbereitung ist alles

Ich weiß, jeder sagt, dass ich schlafen soll, wenn sie schläft. Aber ich bekomme nachts eigentlich mittlerweile ganz gut Schlaf und habe tagsüber viel zu viel zu tun, wenn Olivia die Augen zu hat (was leider nicht so oft vorkommt). Also nutze ich auch dann die Zeit, um zum Beispiel schonmal das Abendbrot zu machen – abends wird das meistens nie etwas, da ist sie dann quengelig oder möchte einfach die volle Aufmerksamkeit.

Früh aufstehen

Ich habe mir angewöhnt, eine Stunde früher aufzustehen, um in Ruhe mein Oatmeal zu essen, einen Kaffee zu genießen und die Spülmaschine auszuräumen. Mein gesundes Frühstück ist mir heilig und das ist es mir wert. Mit einem gesunden Frühstück startet man super in den Clean Eating Tag.

Schnelle Lösung

Neben den oben genannten Dingen, die ich morgens mache, mixe ich mir neuerdings auch noch schnell einen Shake bestehend aus Magerquark, 1/2 Banane, 1 EL Haferflocken, TK Beeren und Wasser. Diesen stelle ich in den Kühlschrank und habe so einen leckeren schnellen Snack für zwischendurch oder nach dem Sport. 

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Das sind alles Ideen, die ich versuche, so gut wie möglich umzusetzen. Ob es immer klappt? Natürlich nicht. Aber meiner Meinung nach sind das gute Ansätze, um mit Baby weiterhin gesund zu leben. Wie seht ihr das? habt ihr noch weitere Ideen? dann her damit.

Comments

  1. Miriam says

    Liebe Julie. Ich verfolge deinen Blog schon eine Weile und muss ehrlich zugeben, dass ich (als Mutter von 3 Kids) anfangs etwas über deine euphorischen Pläne nach der Geburt schmunzeln musste. ABER: ich bin mir ganz sicher dass du diesen Hindernislauf mit Baby packen wirst und finde es ganz toll, dass du weiterhin einen gesunden Lebenstil aufrecht erhalten willst. Ja, es ist viel schwieriger wenn man nicht mehr nur auf sich selbst schauen muss, aber es gibt immer eine Lösung.
    Was ich dir sagen kann: Mit Kindern ist es so, dass kaum hat man sich eingerichtet und sich den Umständen angepasst, wechseln die Umstände wieder (Baby ist plötzlich auch eine Stunde früher wach, Baby will nicht mehr in der Wiege liegen sondern sich bewegen…).
    Lasd dich davon nicht beirren. Manchmal macht diese Unbeständigkeit einen wahnsinnig, aber man lernt damit umzugehen und daran zu wachsen. Man lernt auch mit sich selbst gnädiger zu sein (hoffentlich) und beginnt die Lebensschule Baby/Kind als Chance für seine eigene Entwicklung zu sehen.
    Du bist für mich eine Motivation und ich lese immer wieder gerne hier. Dein Smoothie ist eine klasse Snack-Idee!
    Liebe Grüsse von einer anderen Mama :-)

    • Julia says

      Hallo Miriam, ich muss mittlerweile auch selbst über mich und meinen Tatendrang schmunzeln… Und genau wie du es beschreibst, so kommt es mir vor – danke für deine ehrlichen Worte. Ich denke, ich werde einfach etwas gelassener werden und es so nehmen, wie es kommt – und trotzdem versuchen, den Lebensstil so aufrecht zu erhalten. LG Julia

  2. says

    Liebe Julia, das ist wirklich süß von dir! Ich glaube jede Mama hatte vor dem ersten Kind ein paar Ansichten die mit der Geburt völlig über den Haufen geworfen wurden. Man kann es sich einfach nicht vorstellen und vielleicht ist das ja auch ganz gut so 😜
    Schön, dass ihr euch langsam einspielt! Ich glaube das wichtigste ist, dass man am Ball bleibt, auch wenn man es nicht immer 100 prozentig hinbekommt!
    Liebe Grüße
    Katja

  3. Anne says

    Seitdem mein Sohn (6 Monate) auf der Welt ist, musste ich meine geliebte Tagesplanung auch über den Haufen werfen – eigentlich muss ich es jeden Tag immer noch;) Planung und Kinder geht einfach schwierig, Flexibilität ist da gefragt.
    Zum Glück macht mein Kleiner (meistens) ein kurzes Vormittagsschläfchen, das nutze ich für Sport. Früher habe ich 30-.40 Minuten trainiert, nun sind es eher 20 – 30 Minuten, aber immerhin.
    Beim Essen liebe ich zur Zeit Suuppen und Eintöpfe – die lassen sich gut vorbereiten und für mehrere Tage kochen. Wenn es schnell gehen muss, nutze ich auch mal Tiefkühlgemüse. Das geht schnell, die Schnippelei entfällt und es enthält oft sogar mehr Nährstoffe als frisches.

    • Julia says

      Hallo Anne, Flexibilität – da muss man sich erst einmal dran gewöhnen :-) Gar nicht so leicht, wenn man sonst immer alles straff durchgeplant hatte. Genau, besser kurz als gar nicht. Und die Idee mit Eintöpfen ist klasse – am besten gleich die doppelte Menge – dann kann man nocheinfrieren. LG Julia

  4. says

    Liebe Julia,

    Oh ja, das Multitasking in der Küche mit Baby, kenne das nur zu gut 😉 unsere Polly wird bald 6 Monate und ich kann dir versichern: es wird besser! Eure süße Olivia hört sich ähnlich an wie Polly, schläft nachts gut und früh durch, tagsüber aber verhältnismäßig wenig. Das mit dem Tagschlaf hat sich vor ein paar Wochen übrigens auch geändert, Vormittags schläft sie jetzt meist glorreiche 1,5h am Stück – Wahnsinn, was man da alles erledigt bekommt :)
    Ansonsten ist ihre Krabbeldecke einfach direkt bei der offenen Küche, so hör und sieht sie mich und hat trotzdem ihren Spaß mit strampeln, drehen und spielen.
    Liebe Grüße!
    Dani

    • Julia says

      Hallo Dani, danke fürs Mut machen! Da habe ich ja Hoffnung, dass Olivia vielleicht auch mal anfängt, tagsüber Schläfchen zu halten … das wäre ein Traum. Der Tipp mit der Krabbeldecke ist super, das probiere ich demnächst mal. LG Julia

  5. Barbara says

    hallöchen,
    na da kann ich mich ja einreihen…. als mein erstes Kind kam, war das Leben komplett auf den Kopf gestellt, es wurde mit kindern 2 und 3 nicht anders. Man stellt sich selbst völlig zurück und versucht, so gut es geht, die Schlafzeiten der Kids für sportliche Aktivitäten, kochen ect. zu nutzen. Ich habe alle gestillt, und während dieser Zeit habe ich immer so einen Hunger gehabt, meist auf hochkalorische, nicht immer gesunde, Dinge:). Kuchen war mein bester Freund. Ich weis ja nicht, wie es bei dir ist, Julia, ich staune über deine Disziplin!
    Ohne Illusionen nehmen zu wollen, aber so richtig Zeit wieder ins gesunde, sportliche Leben einzutauchen kam erst, als die Kids stundenweise in Betreuung waren (Tagesmutter, Kiga ect.). Rückblickend würde ich es evtl. anders machen, man muss sich einfach organisiert Freiräume schaffen. Nur mit vielbeschäftigtem Mann und ohne Großeltern vor Ort ist das schwierig. Wünsche dir und allen anderen Mamas ein paar schöne Stunden für euch! Bin gespannt, wie die Challenge sich weiter entwickelt und mache fleißig mit!
    PS: der Reisauflauf ist superlecker, aber, oh Schreck, was sagst du eigentlich zu dem neusten Testergebnis von Öko Test, der ja im Prinzip alle Vollkornreissorten für mangelhaft bis ungenügend befunden hat? Trau mich seitdem nicht mehr an Reis ran…. Bulgur,Couscous und Quinoa ist ne Option?!
    Liebe Grüße, Barbara

    • Julia says

      Hallo Barbara, Freiräume schaffen – da bin ich gerade dabei – aber auch gar nicht so einfach, vor allem, wenn das Kind dann die Organisation wieder über den Haufen wirft… Danke, dass du so ehrlich mit uns teilst, wie es dir ergangen ist. Schön, dass du dabei bist. Und ja, das testergebnes ist schrecklich – was darf man eigentlich noch essen? Ich habe seitdem keinen Reis mehr gekauft… Deine Aufzählungen sind jetzt auch meine Alternativen – beim Kreisauflauf würde ich Bulgur versuchen. LG Julia

  6. Vanessa says

    Liebe Julie,

    zum Muttersein kann ich dir (mangels eigener Erfahrung :-)) leider keine hilfreichen Tipps oder Gedanken mitteilen, aber ich finde, du hast eine zauberhafte kleine Maus! Und was ist sie schon gewachsen! Wahnsinn!!! Danke, dass du das mit uns teilst!!!

    Sag mal, ich lese bei dir häufig in den Mengenangaben „halber Apfel“ oder „halbe Banane“… Was machst du denn mit der anderen Hälfte??? Momentan versuche ich nämlich, solche Gerichte mit halben Obststücken zu vermeiden, weil ich es einfach nicht mag, wenn ein halber Apfel weggeschmissen wird, aber wenn er am Abend braun ist, mag ich ihn auch nicht wirklich mehr essen…

    Liebe Grüße von Vanessa

    • Julia says

      Hallo Vanessa, die andere Hälfte isst mein Mann oder ich packe sie in eine Tupperdose in den Kühlshrank und esse sie tatsächlich am nächsten Tag – mich stört das leicht braune da nicht… Wegwerfen würde ich es niemals… LG Julia

  7. says

    Liebe Julia,

    ich finde du bekommst das ziemlich gut hin und ehrlich gesagt, bin ich sehr gespannt wie wir das so meistern werden 😉 Die nächsten Wochen meines Mutterschutzes werde ich zum Teil zum Vorkochen und Einfrieren nutzen: Müsliriegel, Energyballs und Co sind geplant. Mal schauen, wie das dann klappt :) Ich glaube der sportliche Aspekt wird da schwieriger, denn man kann nichts vorbereiten und alles ist natürlich davon abhängig, wie der Körper nach der Geburt aufgestellt ist.

    Liebe Grüße
    Jenny
    http://www.fitandsparklinglife.com

    • Julia says

      Hallo Jenny, Vorgekocht habe ich auch – aber so lange kommt man da nicht mit hin :-) Aber zumindest die ersten Wochen reicht… Viel Spaß beim Kochen und Einfrieren, Julia

  8. Carolin says

    Hallo Julie,
    ja, erst, wenn man selbst ein Baby hat, kann man nachvollziehen, wie sehr sich der Tagesablauf ändert und wie fremdbestimmt man in der ersten Zeit ist. 😉 Aber das Gute daran ist erstens: das bleibt nicht immer so und zweitens wächst man ja auch an seinen Aufgaben… Allerdings finde ich, mit etwas Planung und schnellen Gerichten kann man sich auch in der ersten Zeit mit Baby ziemlich gesund ernähren (z.B. wie schon vorab genannt, Eintöpfe, Suppen, Saucen, die sich gut vorbereiten lassen oder auch One Pot Pasta in allen Variationen). Viele Sachen sind ja wirklich innerhalb 30 Minuten gemacht. Schwieriger finde ich persönlich die gesunde Ernährung, wenn die Kinder schon richtig am Tisch mit essen. Viele gesunde Gerichte, die ich total mag, kommen bei meiner großen Tochter leider gar nicht gut an. Sie könnte jeden Tag Nudeln mit Tomatensauce essen….:-) Dann muss man eben immer einen Kompromiss finden.
    Viele Grüße,
    Carolin

  9. Melanie says

    Hallo Julie, einen sehr schönen Blog hast du ichbin sehr inspiriert.
    Ja Kinder krempeln das leben um von Grundauf aber bei vielen dinge kann man auch mit Kindern einbeziehen. Ich finde es Wahnsinn wieviel Sportangebote mit Baby mittlerweile gibt.
    Ich habe aber eine Frage an dich. Wie handhabst du das mit deiner Tochter? Lebt sie auch clean? Die gesamte Babynahrungsindustrie stellt so viel mist her. Das fängt ja schon mit der Flaschennahrung an, zu viel Stärke, Babykekse mit ordentlich Zucker, Gläschen mit Geschmacksverstärkern. Auf meinen Teller würde das niemals landen und bei meinen Kindern ebenfalls nicht.
    Ich habe beide Kinder lange gestillt bzw. Stillee immer noch. Beide wollten keinen Brei sondern in ihren Tempo langsam anfangen zu essen, vom Tisch. Deswegen habe ich mich viel mit Baby led weaning beschäftigt.
    Ich wünsche dir so viele schöne Momente am Tisch mit deiner Tochter. Es ist bezaubernd wenn Kinder das erste mal Himbeeren essen und von oben bis unten rot sind :)
    Ich bin gespannt ob du noch einiges darüber schreiben wirst.
    Lg Melanie

    • Julia says

      Hallo Melanie, Dankeschön. Da hast du recht und mir graut es schon davor. Noch ist sie ja klein und ernährt sich von meiner Milch aber wenn es bald soweit ist werde ich versuchen, alles selbst zu kochen – clean eating für Babys sozusagen. Aber natürlich darf sie auch andere Dinge essen – ich werde ihr nichts verbieten. Danke für deinen tollen Input, Julia

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