Wir trinken Leitungswasser. Aber ist das auch gesund?

Ich weiß. Über das Trinken von Leitungswasser gibt es unterschiedliche Ansichten. Am häufigsten spalten sich die Meinungen sicherlich über den Geschmack. Entweder man mag es oder nicht. Dass Wasser trinken ungemein wichtig für den Menschen ist muss ich euch ja nicht erzählen. Und im Clean Eating ist das einer der Hauptpunkte – genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen (am besten in Form von Wasser oder Tee). Wir trinken Wasser zu Hause ausschließlich aus der Leitung. Es schmeckt uns und falls wir Kohlensäure benötigen, sorgt in unserem Haushalt der Sodastream dafür und so bleibt Kistenschleppen ausgeschlossen.

Seit unserem Umzug vor ein paar Monaten und der Geburt unserer Tochter mache ich mir allerdings zunehmend Gedanken, wie gesund das Leitungswasser hier in der neuen Wohnung wirklich ist. Nicht nur, weil wir beide täglich jeder ca drei Liter davon trinken, vielmehr plane ich, in Zukunft die Babynahrung selbst zuzubereiten und da ist es mir sehr wichtig, dass ich unser Leitungswasser auch hier mit ruhigem Gewissen benutzen kann. 

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Um das auch umzusetzen habe ich mich im Internet schlau gelesen: folgende Parameter sind in Trinkwasser aus der Leitung zu kontrollieren:

Blei: Die regelmäßige Aufnahme geringer Bleimengen stört die Intelligenzentwicklung und Blutbildung bei Ungeborenen, Säuglingen und Kindern.

Kupfer: Hier streiten sich die Experten, ob Kupfer zu frühkindlichen Leberschäden führt, doch selbst das Umweltbundesamt empfiehlt abgestandenes Wasser ablaufen zu lassen und frisches Wasser für die Zubereitung der Säuglingsnahrung zu verwenden.

Nitrat und Nitrit: Führt dazu, dass der Sauerstoff im Körper nicht ausreichend transportiert werden kann.

Sulfat: Zuviel Sulfat hat eine abführende Wirkung.

Natrium:  Zuviel Natrium kann Bluthochdruck verursachen. Die Nieren von Säuglingen verkraften nur die Ausscheidung kleiner Mengen.

Zurück zu meiner Frage: Wie gesund ist das Leitungswasser, welches wir täglich trinken eigentlich? Könnt ihr euch noch an den Film bzw das Verfahren Erin Brockovich erinnern? Das ist natürlich ein Extremfall gewesen, aber bei mir ist das ständig im Hinterkopf, wenn ich Leitungswasser benutze. 

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Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel und kann daher normalerweise bedenkenlos getrunken und auch Säuglingen gegeben werden. Allerdings gibt es natürlich auch Ausnahmen und die wollte ich mit einer Wasseranalyse ausschließen. Auf test-wasser.de habe ich ein Proben-Kit bestellt und bin begeistert von der einfachen Handhabung.

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Ich habe mich für das Analyse-Kit „Säugling“ entschieden – hier werden alle wichtigen Parameter kontrolliert und ich kann am Ende hoffentlich sicher sein, dass wir und Olivia keine Schadstoffe zu uns nehmen. Wer kein Baby hat, kann auch das ganz normale Set bestellen. Nach der Bestellung kam dann einige Tage später auch schon das Analyse Set nach Hause geliefert, welches unter anderem ein kleines Röhrchen beinhaltete, in das ich morgens, nachdem das Wasser für einige Stunden in der Leitung gesessen hat, etwas abgefüllt habe. Nachdem ich das beigelegte Formular mit einigen Angaben ausgefüllt habe, ging beides zurück in die Post und einige Tage später bekam ich bereits meine Ergebnisse per E-Mail zugesandt. Einfacher kann ein gutes Gefühl und Sicherheit nicht sein. Und Sicherheit, die habe ich jetzt. Unser Test war einwandfrei und ich fühle mich ein Stück leichter. Jedem, der auch Leitungswasser trinkt, kann ich nur ans Herz legen, diesen einfachen, schnellen Test zu machen, um sicher zu gehen, dass das „so gesunde Leitungswasser“ auch wirklich gesund ist. 

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Und nun ihr: Trinkt ihr Leitungswasser? Wenn ja, habt ihr Bedenken? Denkt ihr überhaupt darüber nach, was wirklich in eurer Leitung steckt? Oder schleppt ihr lieber Kisten, um sicher zu gehen? 

Comments

  1. Vanessa says

    Das war ein sehr interessanter Beitrag liebe Julie!
    Ich gehöre zur Fraktion der Kisten-Schlepper (Sporteinheit :-P). Allerdings weniger aus gesundheitlichen Aspekten, sondern, weil mir das Wasser einfach besser schmeckt. Bei mir gibt es seit Jahrzehnten schon Vilsa-Quelle Medium. Ich hole immer die Glasflaschen (das aber wirklich aus gesundheitlichen Aspekten :-)). Wasser ganz ohne Kohlensäure mag ich nicht so gerne, da fehlt mir irgendwie etwas und ich habe auch das Gefühl, ich kann davon nicht so viel trinken. Ist wahrscheinlich einfach Gewohnheitssache. Geschmacklich finde ich das Leitungswasser hier in der Gegend okay, aber kein Highlight. Da ich jedoch ein superaltes Gemäuer habe, und das Wasser noch per Boiler speichere, ist mir die Glasflaschenvariante einfach lieber.
    Hast du eigentlich Erfahrungen mit einem Wasserfilter? Mich würde mal interessieren, ob sich geschmacklich viel verändert, wenn das Wasser gefiltert wird?!

    Herzliche Grüße von Vanessa

    • Julia says

      Hallo Vanessa, ich kann dich da schon verstehen mit einer alten Leitung würde ich auch eher Kisten schleppen. Wobei du mit so einer Analyse ja vielleicht doch dieses trinken kannst? Mit Wasserfiltern habe ich leider keine Erfahrung, habe nur gehört, dass sie so schnell Bakterien bilden?! LG Julia

  2. Kati says

    Hallo Julie,

    wir trinken auch Wasser aus der Leitung und haben, genauso wie ihr, einen Sodastream.
    Gedanken mache ich mir ehrlich gesagt keine… aber jetzt wo du das so schreibst kommen schon so gewisse Gedanken das man diesen Test auch mal durchführen könnte.

    Danke für deine Gedanken, ich finde dich & deinen Blog übrigens ganz toll!

    LG
    Kati

    • Julia says

      Hallo Kati, danke für dein Lob. Ich habe mir auch nie Gedanken gemacht, das kam erst mit dem Umzug. Vielleicht kann dich so eine Analyse auch etwas beruhigen. LG Julia

  3. says

    Hallo Julie,
    na das ist mal eine coole Idee; ich glaub das muss ich auch mal machen! :) Nur so aus Neugier. Ich trinke nämlich schon seit Jahren Leitungswasser, weil ich erstens Kistenschleppen doof finde und zweitens es auch viel nachhaltiger ist als dauernd neue Flaschen (auch wenn sie Mehrweg sind) zu verwenden. Bei solchen Wasserfiltern denk ich mir auch irgendwie, dass sich darin viele Bakterien sammeln können (ob das stimmt, keine Ahnung XD), daher trink ich es einfach so aus dem Hahn und hatte bisher damit nie Bedenken. Bin sehr froh, dass man das in Deutschland in der Regel ohne Weiteres kann. Wobei dieser Test mich ja jetzt schon reizt :)
    Liebst,
    Corinna
    http://www.kissenundkarma.de

  4. Marena says

    Hallo Julia,

    ich trinke auch ausschließlich Leitungswasser. Das ist zwecks Schleppen, Kosten und Platzmangel in meiner Studentenbude am einfachsten. Leider ist mein Leitungswasser hier sehr kalkhaltig. Da habe ich etwas Bedenken. Ich vertraue jedoch auf die Tatsache, dass es das beste kontrollierte Lebensmittel hier ist. Wäre ich schwanger oder hätte Kinder würde ich mir da noch drei Mal mehr Gedanken machen. Dass es da eine Adresse für Proben gibt, finde ich klasse.

    P.S. Deinen Blog finde ich super interessant und er liest sich so gut :-)

    Liebe Grüße!

    • Julia says

      Hallo Marena, ich habe auch bedenken wegen dem kalk in unserem Wasser gehabt und mich informiert: Kalk ist überhaupt nicht schlimm für uns. Absolut kein Problem. Google ruhig mal… LG Julia

  5. Sandra says

    Komisch, auf dem einen Bild (im Beitrag, wie man trotz Baby clean kochen kann) verwendest du ja doch das sehr gut getestete DM Babywasser… Sicher ist sicher?? Ich hab auch vor kurzem ein Baby bekommen und zweifle zurzeit an der Qualität unseres Leitungswassers… Beikoststart ist nächsten Monat und ich habe mir auch vorgenommen alles selbst zu kochen.
    Generell stellt sich mir auch die Frage, ob man eher mineralhaltiges oder -armes (destilliertes) Wasser trinken sollte, da gibt es ja auch unterschiedliche Meinungen.
    Ich werde auf jeden Fall mal so ein Testpaket bestellen, da ich meinem zuständigen Wasserversorger und dessen Bewertungen nicht ganz vertraue und Leitungen in unserem Wohnhaus ggf. auch schon etwas älter sind.

    • Julia says

      Hallo Sandra, du hast ja Adleraugen :-) ich benutze das DM Babywasser, weil unser Wasser sehr kalkhaltig ist – was an sich laut meinen Recherchen überhaupt nicht ungesund ist – nicht für uns und nicht fürs Baby – aber unsere Kleine hat Verdauungsprobleme (konnte ganz lange nicht alleine groß… sorry für die details) und den Tipp bekommen, dass es am Kalk liegen kann – und siehe da – seitdem ich das Babywasser benutze, funktioniert es… Kochen werde ich demnächst trotzdem mit unserem Leitungswasser, ich hoffe, dass es bis dahin auch so klappt :-) Wenn eure Leitungen schon älter sind, würde ich es auf jeden Fall testen, nur um sicher zu gehen – gerade wenn du selbst kochen möchtest, was ich super finde! LG Julia

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