Leute, seid nicht so faul.

Ich weiß, ihr seid das nicht. Ihr seid nicht faul. Denn ihr folgt einem gesunden Lifestyle und das hat ganz sicher nichts mit Faulheit zu tun. Aber ich möchte euch gerne trotzdem noch einmal ins Gewissen rufen, dass es im Alltag so viele Dinge gibt, die ganz leicht umzusetzen sind und euch auf Trapp halten. Vielmehr euren Stoffwechsel. Und das wollen wir doch alle, nicht wahr? Warum der Stoffwechsel den ganzen Tag brennen sollte, könnt ihr hier nochmal nachlesen. 

Bewegung im Alltag Treppe blog fit schwanger

Studien haben nachgewiesen, dass Menschen, die in ihrem Alltag aktiv sind bis zu 300 Kalorien extra verbrennen . Und das mit ganz belanglosen Dingen, die wir im hektischen Alltag gar nicht so auf dem Schirm haben. Deshalb heißt das Motto dieses Posts:  Kalorien verbrennen auf die angenehme Art. Ich höre jetzt schon: Aber Sport ist doch angenehm. Ja, ist er. Wenn man erst einmal den Kick hat, ist Sport das Tollste der Welt, bei dem viele Menschen sogar richtig abschalten können. Aber warum nicht durch Dinge, die man sowieso täglich macht (oder machen könnte), noch mehr verbrennen? Außerdem geht es auch nicht nur um das Kalorien verbrennen, sondern vielmehr um ein gutes Gefühl, das Gefühl, fit zu sein und NICHT aus der Puste zu kommen. Sich einfach gut fühlen und stolz auf sich selbst sein.

Vor ein paar Tagen waren mein Schatz und ich im Parkhaus und stellten uns wie alle anderen (jung und alt) vor den Fahrstühlen an. Diese kamen und kamen nicht. Doch keiner dieser Menschen machte Beanstandungen, die Treppe zu benutzen. Sie alle warteten und wirkten sichtlich genervt. Wir genauso. Mein Mann meinte es nur gut mit mir und meinem dicken Schwangerschaftsbauch, sonst nehmen wir nämlich eigentlich immer die Treppe. Und wisst ihr was? Nach ein paar weiteren Minuten sagte ich laut vor allen anderen zu ihm: „Komm, wir nehmen die Treppe“, und ging los. Was meint ihr, wie die Menschen um uns herum gestarrt haben. Eine Hochschwangere, die freiwillig Treppen steigt? Ja, weil mir Bewegung gut tut. Und weil sie gerade im Alltag einfach und sogar teilweise ganz unbewusst umzusetzen ist. Ich komme gut gelaunt oben an, während alle anderen genervt in ihre Autos steigen – wer ist hier verrückt?

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Auf dem Weg zum Gemüsehändler um die Ecke. Zu Fuß, denn der ist nur drei Straßen weiter.

Angenehmes Kalorien verbrennen bedeutet also: die Treppe statt den Fahrstuhl zu nehmen. Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren statt mit dem Auto. Putzen. Aufräumen. Gartenarbeit. Shoppen gehen. Alles Dinge, die gemacht werden müssen. Ihr werdet sie demnächst noch viel lieber erledigen, wenn ihr wisst, wieviele Kalorien ihr hierbei verbrennt und das dies euren Stoffwechsel brennen lässt. Hierzu habe ich übrigens einen tollen Online-Rechner gefunden, bei dem ihr eingeben könnt, was ihr täglich so macht und dann den durchschnittlichen Kalorienverbrauch erhaltet. Dazu gibt es tolle Tipps, wie man das Ganze noch verbessern kann. 

Übrigens: Habt ihr euch schonmal gefragt, wieso Menschen, die handwerklich tätig sind, so viel essen können und trotzdem nicht dick werden? Ihr Stoffwechsel ist so wahnsinnig gut, weil sie sich den ganzen Tag lang bewegen. 

Angenehme Kalorien addieren sich aber auch in eurem Alltag sehr schnell und einfach:

  • Lieber mal zum Kollegen am Ende des Gangs laufen statt eine E-Mail schreiben oder anzurufen.
  • Treppe steigen statt Fahrstuhl benutzen.
  • Haus putzen statt putzen lassen.
  • Öfters mit dem Hund spazieren gehen.
  • Mit dem Fahrrad oder zu Fuß Erledigungen abfahren statt das Auto zu benutzen.

Ihr seht, das Thema Kalorien im Alltag verbrennen ist etwas, das schnell in unserem vollen Alltag vergessen wird, aber eigentlich total simpel umzusetzen ist. Und glaubt mir, wenn ihr euch bewusst eine Woche lang damit beschäftigt, habt ihr bestimmt einige Dinge, die ab dann automatisch so bleiben. Und ihr werdet euch freuen, wie gut gelaunt ihr seid. 

Erzählt mal: Achtet ihr im Alltag auf Bewegung und das „einfache Kalorien verbrennen“ oder erwischt ihr euch immer wieder dabei, die einfacherer Lösung zu nehmen? 

Comments

  1. Steffi says

    Danke für diesen Post. Ich war schon mal wesentlich aktiver in meinem Alltag. Du hast mich gerade sehr motiviert, wieder verstärkt darauf zu achten!

  2. Melly says

    Ganz Deiner Meinung und auch im Doing ganz bei Dir, da wirklich alles meiner Lebensweise entspricht.
    Bis auf den Punkt „putzen“ .
    Dieses Freiheitsgefühl, dies nicht (oder weniger) tun zu müssen und die damit (bei mir) verbundene gesteigerte Lebensfreude will ich nicht mehr missen… Kann ich nur jedem empfehlen. Dafür bin ich auch bereit den ein oder anderen Cappu einzusparen… :)

    • Julia says

      Hallo Melly, man muss ja auch nicht alle Punkte umsetzen. Wenn du die anderen schon so machst, dann finde ich es toll, wenn man sich einen „Luxus“ gönnt. Warum nicht? LG Julia

  3. Anne says

    Absolut! Ich bin bis zum Ende meiner Schwangerschaft bis in den 6.Stock zu Fuß gelaufen, war einen Tag vor der Entbindung noch 10 km wandern und habe auf dem Rückweg noch 5,5 Kilo Pflaumen gepflückt.

    Was soll ich sagen? Ich war die einzige aus meinem Geburtsvorbereitungskurs, die keine Wassereinlagerungen, Sodbrennen oder Rückenschmerzen bekommen hat. Außerdem habe ich gerade mal 8 kg zugenommen und die waren nach der Geburt sofort wieder weg:-) keine Sorge,nein Sohn ist gesund und hat 3,6kg bei 53cm gewogen.

    Klar, ich habe zusätzlich auch Sport gemacht,aber ich denke, die Bewegung im Alltag hilft total. Dabei ist der Kalprienverbrauch gar nicht so entscheidend, es hält einfach gesund! Unser Körper ist auf regelmäßige Bewegung ausgerichtet und braucht diese auch. Selbst täglich 30min Sport sind nur bedingt hilfreich, wenn man den Rest der Zeit auf der Couch relaxt.

    • Julia says

      Hallo Anne, Respekt! Toll, oder? Ich glaube auch, dass meine Gewichtszunahme sich deshalb so gering hält (Baby ist auch ganz normal schwer) und ich keine der Nebenwirkungen habe. Alleine deshalb lohnt sich Bewegung in der Schwangerschaft. Oh ja, da hast du so recht mit dem letzten Absatz – das sehe ich genauso. LG und danke für deinen Beitrag, Julia

      • Anne says

        Bewegung lohnt ja immer :-)
        Übrigens mache ich es genau wie du, ich trainiere mind. 5x pro Woche zu Hause mit Youtube und nach der Schwangerschaft finde ich das schwieriger als währenddessen. Das schon mal zur gedanklichen Vorbereitung für dich, damit hätte ich nämlich nicht gerechnet. Ein strukturierter Tagesablauf geht bei mir fast gar nicht und Sport muss ich einquetschen, wenn Sohnemann gerade schläft. Da möchte ich dann aber auch noch selbst mal anziehen,einkufen, aufräumen…gar nicht so leicht,das unter einen Hut zu bekommen. Außerdem sitze ich leider wahnsinnig viel, allein durch das Stillen mindestens 6h pro Tag.

        Trotzdem, ich schaffe es immer irgendwie. Es ist einfach immer eine Frage der Prioritäten. Die wünsche ich eine schöne restliche Schwangerschaft und eine schnelle Geburt!

  4. Lieschen says

    Hallo Julia,

    und wieder ein Grund mehr, warum ich Deinen Blog so gerne lese! Du achtest einfach auch auf die kleinen Dinge im Leben und die sind fast wichtiger, als die großen Dinge. Als ich letztes Jahr mein Kreuzband gerissen hatte, ist mir erst so richtig bewusst geworden wie umständlich es wirklich ist, wenn man auf so Dinge wie einen Fahrstuhl angewiesen ist. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie viel Spaß ich seitdem habe, mit dem Fahrrad zum Bauern zu fahren, oder zum Metzger zu Fuß zu laufen.

    Weiter So!
    Ganz liebe Grüße,
    das Lieschen

    • Julia says

      Hallo Lieschen, Dankeschön. Das glaube ich dir sofort. Man merkt das wirklich erst, wenn man es doch aus irgendeinem Grund nicht kann. LG Julia

  5. Alina says

    Hallo Julia,

    das stimmt allerdings…. ich finde es immer sehr ironisch wenn ich ins Fitnessstudio gehe und sehe, dass manche Fitnessgänger wirklich den Aufzug von der Tiefgarage bis in den 1. Stock nehmen… Ich versuche wann immer es geht die Treppe zu benutzen. Der Po wird’s einem danken 😉
    Die Wohnung zu putzen finde ich auch nicht schlimm. Jedes Mal wenn ich mit dem Staubsaugen und Boden wischen fertig bin, bin ich richtig platt und freu mich dann umso mehr wenn ich mich dann auf dem Sofa erholen kann. Und die Wohnung riecht danach auch noch frisch und man fühlt sich wohl!

    Liebe Grüße

    Alina

    • Julia says

      Hallo Alina, jaaaa, diese Leute belächel ich auch immer. Und auch das mit dem Putzen kenne ich – ein tolles Gefühl – zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen. LG Julia

  6. Alexandra says

    Hallo Julia,

    schöner Post. Leider wohne ich in so einem kleinen Dorf, dass Laufen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit Oder Einkaufen nicht möglich ist. Ich hätte gerne die Möglichkeit dazu.
    Jedenfalls versuche ich kurze Spaziergänge in meinen Büroalltag einfliessen zu lassen und denke das meine beiden kleinen Kinder mich am Bewegen halten neben dem ganzen Sport :)
    Aber es stimmt schon, manchmal wählt man die faulere Variante obwohl die aktivere einem ein besseres Gefühl danach gibt.

    LG
    Alex

    • Julia says

      Hallo Alexandra, danke. Schade, aber dann ist es auch verständlich. Du versuchst es ja, wo du kannst umzusetzen. Das ist doch auch super. Und Kinder habe ich ganz vergessen aufzulisten, das glaube ich dir sofort, dass die einen in Bewegung halten… LG Julia

  7. says

    Liebe Julie,
    ich gehöre auch zu den Menschen, die lieber bei Kollegen vorbeigehen als sie anzurufen oder lieber die Treppe statt den Fahrstuhl nehmen. Ich bin täglich viel zu Fuß unterwegs, dank meiner beiden Kinder bleibe ich immer Bewegung 😉 Zum Thema Gewichtszunahme in der Schwangerschaft: in meiner 2. SS habe ich trotz Sport ordentlich zu genommen. Das war natürlich total frustrierend, ging durchs Stillen aber wieder gut weg.
    LG
    Nicole

    • Julia says

      Hallo Nicole, ist doch auch neben der Bewegung viel persönlicher, oder? Ich finde das auch super. Und klasse, dass du das Gewicht durch Stillen wieder hinbekommen hast. Dann ist das auch nicht so schlimm, es in der Schwangerschaft zu akzeptieren, wenn man weiß, es wird danach alles wieder gut. LG Julia

  8. Linda says

    Hallo liebe Julia,

    ich achte seit einiger Zeit auch schon bewusst auf diese Aspekte der Bewegung im Alltag. Sofern ich nicht schwere Wasserkisten schleppen muss (wir kaufen die immer auf Vorrat, wenn sie im Angebot sind), erledige ich die Einkäufe zu Fuß im Supermarkt nebenan, zur Arbeit gehe ich sowieso zu Fuß, da es nur ein paar Meter sind. Wir sind erst vor zwei Wochen umgezogen, vorher hatte ich einen Fußweg von circa 12 Minuten, jetzt gerade mal drei. Dies ist auch der einzige Wermutstropfen, den es bei diesem Umzug gab, dass mein morgendlicher Spaziergang zur Arbeit weg fällt. Dafür haben wir uns aber gefühlt um Lichtjahre verbessert, was unsere Wohnqualität angeht :) Auf der Arbeit haben wir zwei Toiletten und ich nehme immer die, die weiter von mir entfernt ist, um im Büro wenigstens ein paar Schritte zu machen und kurz vor dem Mittagessen und kurz vor Feierabend treffe ich mich immer mit ein paar meiner Kollegen in einem Büro und wir machen einfach kurz und knackig drei, vier Sportübungen (Kniebeugen, Plank, Beinheben, Lunges, Liegestütz, etc). Das sind Kleinigkeiten, aber sie tun unglaublich gut! Hätte ich auch nicht gedacht, dass das so einen Effekt hat :) Ach und den Fahrstuhl nehme ich grundsätzlich nicht, ich finde Fahrstühle eher schrecklich und sie rauben Dir eine perfekte Mini-Trainingseinheit (den Treppenlauf).

    Liebe Grüße und Danke für den Blogpost!
    Linda

    PS: Ich habe noch eine ganz andere Frage, die hier eigentlich nicht zum Thema passt, die mir aber unter den Nägeln brennt. Ich glaube, Du hattest mal in einem Blogeintrag oder darunter einen Link gestellt, unter dem man sich über die richtige Lagerung von Obst und Gemüse (im Kühlschrank) informieren konnte. Ich finde das nur leider nicht mehr :( Wir haben in unserer neuen Wohnung jetzt einen richtig schönen, neuen Kühlschrank und ich wollte mir das unbedingt nochmal durchlesen. Weißt Du eventuell, welchen Link ich meine und könntest ihn nochmal posten? :)

      • Linda says

        Hallo Julia,

        oh danke für das Kompliment! Ist tatsächlich alles nur eine Sache der Gewöhnung und der eigenen Einstellung. Super ist übrigens auch ein kleiner Abend-/Verdauungsspaziergang nach dem Abendessen. Das finde ich immer unheimlich toll. Man hat nochmal ein wenig frische Luft und Bewegung und wird nicht sofort super träge nach dem Essen. Muss auch gar nicht lang sein. Mal sind das 10, 15 Minuten, manchmal aber auch 30. Kommt auch immer ein wenig auf das Wetter an 😉 Ich finde das eine super Sache und man kann dabei dann auch nochmal toll den Tag Revue passieren lassen. Das geht gut alleine, aber auch toll mit dem Partner/der Partnerin und kann auch ein schönes, gemeinsames Ritual werden. Und nach dem Aufstehen ein paar leichte Yoga-/ oder Gymnastikübungen, während der Tee zieht oder der Kaffee durch die Maschine läuft, wären auch noch ein Tipp. Jetzt aber genug davon 😀

        Vielen Dank auch für den Link, genau den meinte ich! Klasse! Der hilft mir :)

        LG
        Linda

  9. Kati says

    Hallöchen,

    also ich nehme bei uns auf der Arbeit immer die Treppen. Muss vom Bahnhof bis zum Gebäude (ca. 10 min) laufen und dann noch in den 3. Stock.
    Vor der Arbeit noch mit dem Hund gehen 😀
    Ich hab meine Bewegung.

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