Cheatmeals: Sinnvoll oder gefährlich?

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Heute möchte ich euch meine Einstellung zum Thema Cheatmeal/Cheatday erzählen. Wer das Internet nach Clean Eating, gesunder Ernährung und Fitness durchforstet, wird diese Begriffe kennen. Cheatmeal bedeutet: Betrüger-Mahlzeit. Cheatday: Betrüger-Tag. Betrügen? Wen? Mich selbst. Ich betrüge mich bzw. meinen Stoffwechsel mit Cheatmeals. Gesunde Ernährung bedeutet nicht, eine strikte Diät einzuhalten, sondern sich ausgewogen zu ernähren. Da gehören ungesunde Snacks genauso dazu wie der Salat am Mittag.

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Als aller erstes ist es wichtig, dass du deiner Seele mental und emotional ab und zu Gutes tust. Mal ehrlich, gibt es etwas Besseres, als weiche, noch warme Schokoladenkekse, ein Stück Kuchen oder einen saftigen Burger mit knusprigen Pommes? Nichts! Außerdem bringt dieses Essen Kindheitserinnerungen zurück. Vor allem, weil man als Kind all diese Dinge essen konnte, ohne das etwas passieren würde… Im Ernst – „Cheatmeals“ (Betrüger-Mahlzeiten) tun Körper und Geist gut. Ich höre auf meinen Körper, damit ich nicht zur grauenhaften Diva werde. Cheatmeals gleichen mein Gemüt aus – nach ein paar Schokoladenkeksen geht es mir meistens wieder gut.

Zweitens stimmt Folgendes: Wenn du dich dauerhaft nach Clean Eating und gesund ernährst, hilft dir ein Cheatmeal dabei, deinen Stoffwechsel in Schwung zu halten. Dein Stoffwechsel weiß dadurch nicht, was als nächstes passiert (ob gesund oder ungesund) und muss dauerhaft auf Hochtouren fahren, um auf alles vorbereitet zu sein. Genauso wie im Sport. Hier wird auch empfohlen, sein Trainingsprogramm alle 4-6 Wochen zu ändern, um kein Plateau zu landen und den Körper immer wieder herauszufordern. Im Clean Eating und der Fitnessbranche hört man oft „Cheatday“ – ein ganzer Tag, an dem du essen kannst, was du möchtest. Ich glaube nicht (mehr) an Cheatdays, sondern ernähre mich komplett clean und erlaube mir hier und da einen kleinen ungesunden Snack. So kann ich auch mal eine Kugel Eis essen, wenn alle anderen es auch tun und muss nicht zuschauen, nur weil an genau diesem Tag kein Cheatday geplant ist.

Ganz wichtig: Cheatmeals helfen dabei, eine positive und gesunde Einstellung zu Essen zu behalten. Ich erinnere mich noch gut an meine Zeit der „Cheatdays“. Essen gehen zum Beispiel war jedes Mal eine Herausforderung und eigentlich nur an Cheatdays möglich. Nicht selten kam es vor, dass ich Einladungen zum Essen abgelehnt habe, weil ja kein „Cheatday“ war. Heute kann ich spontan zusagen und auswärts Essen genießen

Ja. Ich esse Cheatmeals. In Maßen. Wir sind zur Zeit in Amerika und hier wird gerade öfters betrogen… Aber ich versuche, meine Cheatmeals mit gesunder Ernährung in Balance zu halten. Dann passiert auch nichts.

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Was ist mir euch? Esst ihr Cheatmeals? Was ist euer Libelings-Cheatmeal?

Fotos: Martina Rönnau

Comments

  1. Fabienne says

    Cheatdays finde ich persönlich schwachsinnig, eben weil wie du so schön sagtest, spontan essen gehen etc einfach dann nicht drin sind.
    Cheatmeals finde ich klasse, die machen glücklich und man kann ganz sorgenfrei essen gehen, filmabende machen, mit der Familie Grillen, die andere Einstellungen zum Essen hat ..
    Am liebsten mag ich Kinder Bueno, griechisches Essen & ein Glas Cola! Danach bin ich zufrieden & kann gesund weitermachen!

    • Julia says

      Genau, Fabienne – dann bin ich ja nicht alleine mit meinen Gedanken. Schön, dass du es auch so siehst. LG Julia

  2. Detlef says

    Julia, da hast du sooooo recht….geplante Cheat-Days finden wir auch extrem überflüssig….Aber an einem schönen Sommerabend spontan ein Glas Weißwein….das muss einfach sein…..und immer sagen, dass passt nicht in meinem Ernährungsplan macht auch nicht wirklich Freu(n)de:-)

    Ich denke wenn der Stoffwechsel erst mal wieder auf Hochtouren läuft, tun kleine Sünden auch gar nicht weh:-)

    Viel Spaß noch in den Staaten:-) wir fliegen übermorgen…..mal sehen was es neues im Foodsektor gibt:-)

  3. says

    Hi Julia,
    ich befasse mich gerade selber mit dem Thema und überlege meinen Cheat-Day (Samstag) abzuschaffen. Irgendwie finde ich es aber auch schön ein kurzfristiges Ziel zu haben, auf das man hinarbeiten kann. Sonntag bis Freitag diszipliniert zu sein ist einfacher, wenn man weiß, dass man es am Samstag nicht sein muss. Mmmh … ich schwanke noch!
    Gruß Micha

    • Julia says

      Hallo Micha, vielleicht ist eine Mischung aus beidem gut!? Mit dem „Ziel, auf das man hinarbeiten kann“ hast du Recht. Man könnte es dann so handhaben, wie es passt – mal Cheatday, die andere Woche Cheatmeals… Lg Julia

      • says

        Hi, ich denke es ist wohl wie bei allem im Leben: EIn gesunder Mittelweg ist die beste Lösung. Zwar habe ich meinen Cheat-Day, aber wenn dann außer der Reihe eine Geburtstagsparty ansteht, lockere ich meine eigenen Vorschriften auch ein bisschen.

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