Clean Eating Mandel-Schokoladenkuchen

Das Osterwochenende steht bevor. Bei uns heißt das: Familientreffen. Mal wird gebruncht, ein anderes Mal gibt es Kaffee und Kuchen. In diesem Jahr ist der Kuchen dran. Schokoladig soll es sein, sagt meine Oma. „Und zwar etwas von deiner Seite auf dem Computer.“ Ich musste kurz schmunzeln, habe mich dann aber direkt auf die Suche gemacht – nach einem Clean Eating Schokoladen-Kuchen.

 

Das war gar nicht so einfach. Wie soll ein Kuchen clean und somit gesund, beziehungsweise nicht ungesund sein? Riegel und Kekse sind kein Problem, hier kann man sich mit Bananen und Haferflocken oft schon weiter helfen, aber ein Kuchen, der dazu auch noch meinem Opa schmecken soll, dem Kuchen-Kritiker schlechthin? Das ist eine Herausforderung. 

Schokoladentorte

Zum Glück gibt es aber die Queen des Clean Eatings, Tosca Reno. Auf ihrer Seite findet man neben vielen Tipps und Tricks auch eine Menge Rezepte. Und siehe da: Ein  Mandel-Schokoladenkuchen.

Als Süßungsmittel wird Rohrohrzucker verwendet, und auch davon nur ganz wenig. Diese Art Zucker nennt man unraffinierten Zucker. Er schmeckt leicht nach Karamell und ist bräunlich (nicht zu verwechseln mit braunem Zucker – hier handelt es sich um normalen Zucker, dem etwas Molasses zugesetzt wurde). 

Schokoladentorte-2

In diesem Rezept wird außerdem Kakaopulver benutzt. Das Bio-Kakaopulver von Rapunzel zum Beispiel ist eine umgesüßte Variante. Kakaopulver wird aus gerösteten Kakaobohnen hergestellt und ist die reinste Quelle der Schokolade.

Mandelmus gibt es zum Beispiel von Alnatura oder Rapunzel. Wichtig ist: Sie sollte keinen Zucker enthalten. Leider gibt es auch viele gezuckerte Produkte auf dem Markt. Nüsse besitzen zwar viele Kalorien, dafür aber auch gute Fette und viel Eiweiß. 

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Ungesüßter Apfelmus (z.B. von EnerBio / Rossmann) ersetzt Zucker und Fett in gesunden Backrezepten. Ich verwende umgesüßten Apfelmus seit Jahren und muss sagen: Ich schmecke kaum einen Unterschied. Wenn etwas übrig bleibt, rühre ich es unter anderem in meinen Magerquark.

Um sicher zu gehen, dass mein Kuchen gut ankommt, gab es letzte Woche ein Testbacken. Wahnsinn! Optisch ist kein Unterschied zu herkömmlichen, ungesunden Kuchen zu erkennen und auch im Geschmack überzeugt dieser schokoladige Frühlingsbote komplett. Etwas herb und sehr intensiv, nicht zu trocken – ganz im Gegenteil, schön saftig wie ein frischer Muffin. Dieser gesündere Kuchen ist natürlich kein Freifahrtschein, aber ein oder auch zwei Stücke sind absolut vertretbar und ein schlechtes Gewissen braucht hier niemand bekommen.

Schokotorte

Clean Eating Mandel-Schokoladen-Frühlingskuchen
Serves 12
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Prep Time
15 min
Cook Time
50 min
Prep Time
15 min
Cook Time
50 min
Zutaten
  1. 120 g Vollkornmehl
  2. 60 g Kakaopulver
  3. 60 g Rohrohrzucker
  4. 2 EL getoastete Leinsamen
  5. 1 TL Backpulver
  6. 1 TL Natron
  7. ½ TL Salz
  8. 2 Eiweiß
  9. 4 EL Apfelmus, ungesüßt
  10. 120 ml Buttermilch
  11. 4 EL Mandelbutter, ungesüßt (Alnatura)
  12. ½ TL Mandelaroma
  13. 240 ml frisch gekochter Kaffee
  14. 3 EL getoastete Mandelscheiben
  15. 1 Tafel Zartbitterschokolade (mind. 70%)
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Eine 22 cm Springform einfetten und mit Vollkornmehl bedecken. Überschüssiges Mehl entsorgen.
  2. Die Leinsamen und Mandelscheiben nebeneinander im Ofen für ca. 10 Minuten oder bis sie braun werden rösten.
  3. Das Mehl, Kakaopulver, Zucker, Leinsamen, Backpulver, Natron und Salz in einer Schüssel mit einem Rührlöffel vermengen.
  4. Nun die Eiweiß, Apfelmus, Buttermilch, Mandelbutter und Mandelaroma hinzugeben.
  5. Den frisch gekochten Kaffee hinzugeben und mit einem Rührlöffel vermengen. Der Teig ist sehr flüssig.
  6. In die Springform geben und im Ofen für 50 Minuten backen.
  7. 10 Minuten auskühlen lassen, bevor er aus der Form genommen wird.
  8. Die Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen und über den Kuchen geben. Die Mandeln darüber streuen.
  9. Die Glasur aushärten lassen – das kann etwas dauern – ich habe den Kuchen schon am Vortag gebacken.
Notes
  1. Ich habe eine 22 cm Springform (mittlere Größe) verwendet. Wenn du eine 28 cm Form benutzt, wird der Kuchen flacher, wie eine Tart und die Backzeit verringert sich.
Adapted from Tosca Reno
Adapted from Tosca Reno
Juliefeelsgood http://juliefeelsgood.de/

Comments

  1. says

    Du glaubst gar nicht, wie sehr ich es gerade bedaure, dass ich keine Buttermilch und keinen Apfelmus mehr zu Hause habe…der Kuchen sieht mega gut aus!

    Das der gut ankam kann ich mir richtig gut vorstellen!
    LG Jenny

  2. jafisch says

    Ich gehöre zu den Testessern 😉 und war begeistert von diesem Schokokuchen! Er hatte eine wunderbare Konsistenz, viel Schokogeschmack und war durch das Mandelmus nicht so süß.

  3. Sabrina Adam says

    Hallo Julia,

    der Kuchen sind sooo lecker aus und wird am Sonntag getestet :-)
    Kannst du mir bitte kurz sagen, ob Mandelmus und Mandelbutter das selbe ist??

    Vielen lieben Dank.
    Sabrina

  4. Viola says

    Ich fand den Kuchen perfekt! Traumhafte Konsistenz und von der Süsse auf den Punkt. Wer sich aber an „normal süsse Kuchen“ gewöhnt ist, für den ist dieser Schokokuchen Gewöhnungssache. Habe es bei meiner Familie bemerkt, für die war der Schokoladengeschmack und die Aromen zu wenig. Ihnen hat mehr Süsse gefehlt und den herben Geschmack durch Kaffee konnten sie nicht zuordnen.
    Ich mag sonst Kaffee nicht, aber ich werde den Kuchen definitiv wieder so für mich backen, hat alles sehr gut harmoniert.

    • Julia says

      Hallo Viola, vielen Dank für dein Feedback. Ja, da gebe ich dir recht – viele Menschen werden diesen Kuchen ungewohnt finden… Aber solange er uns schmeckt :-) LG Julia

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